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Naturraum und Landschaft der Stadt

Weiden in der Oberpfalz liegt an der Schnittstelle der Naturräume "Oberpfälzer Hügelland" und "Vorderer Oberpfälzer Wald". Im Stadtgebiet werden diese überregionalen Natureinheiten vertreten durch die weitläufigen, von Wanderwegen gut erschlossenen Waldgebiete "Manteler Forst/Altenstädter Wald" und "Fischerberg". Das Landschaftsbild ist geprägt durch die Tallandschaft der Waldnaab, eingebettet zwischen die welligen, kiefernbestandenen Hügelketten des Oberpfälzer Bruchschollenlandes (dem sogen. Deckgebirge) im Westen und die schroffe Formenvielfalt des uralten kristallinen Grundgebirges im Osten. Der Auenbereich der Naab erstreckt sich als natürlicher Grünzug von Nord nach Süd durch das gesamte Stadtgebiet und dient u. a. den Weidener Bürgern als natürliche Frischluftschneise und den jährlich in der Altstadt brütenden Weißstörchen als Nahrungsgebiet.

Durch eiszeitliche Aufschotterungen im Bereich der Naabterrassen bildete sich an der Mündung der Schweinenaab in einer flachen Hohlform der Übergangsmoorbereich der Mooslohe. Bis vor wenigen Jahren konnten hier noch Vorkommen von Betula nana (Zwergbirke – Relikt aus der Eiszeit), Drosera intermedia (Mittlerer Sonnentau – eine kleine, fleischfressende Pflanze) und Vaccinium uliginosum (Moor-Heidelbeere) nachgewiesen werden. Das einstmals weitflächige Moorgebiet ist heute nur noch in Teilbereichen als Moorbrache erhalten und wird durch eine Landschaftsschutzgebiets-Verordnung geschützt. Hier liegen auch die Trinkwassertiefbrunnen der Stadt.

Im Osten des Stadtgebiets finden sich strukturreiche Wald-, Flur- und Siedlungsformen, wobei die Lage an der "Fränkischen Linie", der geologischen Verwerfung zwischen Grund- und Deckgebirge, an machen Stellen einen weiten erhabenen Blick nach Südwesten über die Weidener Bucht und das Naabtal erlaubt: An klaren Sommertagen scheinen sich die beiden Basaltzwillinge Parkstein und Rauher Kulm zum Greifen nah, über die umliegenden Hügel zu erheben.

In Weiden in der Oberpfalz sind sechs Landschaftsschutzgebiete mit einer Fläche von insges. 1270 ha ausgewiesen. Bei einer Gesamtfläche des Stadtgebiets von ca. 7300 ha, entspricht das immerhin einem Anteil von ca. 17 Prozent, wobei die größte zusammenhängende Fläche das Schutzgebiet um den Fischerberg mit einer Fläche von etwa 630 ha ist.