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Glossar für Arbeitslosengeld nach dem SGB III
Arbeitslosengeld Arbeitslosengeld als Lohnersatzleistung wird Arbeitslosen anstelle des ausfallenden Arbeits-ntgelts gezahlt. Der Leistungsanspruch beträgt 60% bzw. 67% des zuletzt erhaltenenpauschalierten Nettoarbeitsentgelts. Die Anspruchsdauer beträgt mindestens 180 Kalendertage, bei älteren Arbeitslosen kann sie bis zu 540 Kalendertage betragen. Anspruchsvoraussetzungensind Arbeitslosigkeit, die Erfüllung der Anwartschaftszeit sowie die persönlicheArbeitslosmeldung bei einer Agentur für Arbeit. Darüber hinaus sind Arbeitslose verpflichtet,im Rahmen der Eigenbemühungen alle Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung zu nutzen. Für 58-jähährige und ältere Arbeitslose besteht die Möglichkeit, Arbeitslosengeld auch dann zubeziehen, wenn sie nicht mehr arbeiten möchten. Ab Januar 2008 gilt dies nur noch, wenn der Anspruch vor dem 1.1.2008 entstanden ist und vor diesem Tag das 58. Lebensjahr vollendet wurde.

Arbeitslosengeld bei Weiterbildung(AlgW) Zum 1.1.2005 wurde das Unterhaltsgeld mit dem Arbeitslosengeld zu einer Leistungsartzusammengelegt. AlgW erhalten Personen, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und sich in einer Weiterbildungsmaßnahme gem. §77 SGB III befinden. Arbeitslosigkeit ist für denAnspruch auf AlgW keine zwingende Voraussetzung, wenn diese Voraussetzung alleine wegen der Weiterbildungsmaßnahme nicht erfüllt ist (da Teilnehmer während der Maßnahme nicht als Arbeitslose gezählt werden). Die Höhe des AlgW entspricht der des Arbeitslosengeldes.

Teilarbeitslosengeld Hat eine Person mehrere sozialversicherungspflichte Beschäftigungen und verliert eines dieser Beschäftigungsverhältnisse, so besteht unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch aufTeilarbeitslosengeld in Höhe von 60% / 67 % des ausfallenden Netto-Entgelts. Es wird unabhängig von der Länge der Anwartschaft für maximal 180 Tage gewährt.

Zugänge in und Abgänge ausdem Leistungsbezug Zahl der im Laufe des Berichtszeitraums begonnenen oder beendeten Leistungsfälle in einer Leistungsartgruppe. In einem Berichtszeitraum können mehrere Abgänge/Zugänge eines Leistungsempfängers erfolgt sein, die alle zu zählen sind.

Vermittlungsgutscheine(Vgs) Vgs ermöglichen die kostenlose Inanspruchnahme eines privaten Vermittlers. Anspruchsberechtigt sind Leistungsbezieher, die nach mind. 6-Wochen Arbeitslosigkeit noch nicht vermittelt sind. Nur wenn der private Vermittler eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von mindestens 15 Std. pro Woche vermittelt, händigt ihm der Arbeitslose den Gutscheinaus. Der Vermittler erhält maximal 2.000 Euro, die in zwei Raten gezahlt werden. Die erste Rate wird nach 6-wöchiger Beschäftigung und die zweite Rate nach 6-monatiger Beschäftigung gezahlt. Siehe auch § 421g SGB III. Die Statistik über Vermittlungsgutscheine erfasst nur die zur Auszahlung gekommenenVermittlungsgutscheine, alle ausgegebenen Vgs können derzeit nicht ermittelt werden.